Tagung "Privacy Outside Its 'Comfort Zone'"

Tagung "Privacy Outside Its 'Comfort Zone'"

Late Socialist Eastern and East-Central Europe between the Private and the Public

8. bis 10. Dezember 2017

Sie waren wirtschaftlich und gesellschaftlich fragil - dennoch überdauerten die europäischen staatssozialistischen Diktaturen nach dem Zweiten Weltkrieg noch vier Jahrzehnte. Warum? Dieser Frage geht das DFG-Graduiertenkolleg 1681/2 "Privatheit und Digitalisierung" in der Tagung "Privacy Outside Its ‘Comfort Zone': Late Socialist Eastern and East-Central Europe between the Private and the Public" vom 08. bis 10. Dezember 2017 an der Universität Passau nach.

Die Konferenz widmet sich einer zentralen Forschungsfrage der historiographischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung der europäischen staatssozialistischen Diktaturen: Was genau verhalf den wirtschaftlich und gesellschaftlich so fragilen europäischen Diktaturen sowjetischen Vorbilds zu einer vier Jahrzehnte umfassenden Lebenszeit nach dem Zweiten Weltkrieg? Welche Entwicklungen und Tendenzen, welche sozialen Strukturen und Bewegungen stabilisierten die Regime, um sie gleichzeitig zu unterminieren?

Die geplante Konferenz möchte soziale und gesellschaftliche Erklärungsansätze einer relativen Stabilität der Staatssozialismen bieten, zugleich aber auch Sphären des Widerstandes und Nonkonformismus beleuchten, indem das bürgerliche Konzept Privatheit in den staatssozialistischen Gesellschaften recodiert und kontextintern semantisiert wird. So soll die in ihrer kulturhistorischen Genese zutiefst bürgerliche Kategorie Privatheit "outside its comfort zone", also außerhalb liberal-westlicher Gesellschaften, gedacht werden, um sozialgeschichtliche, literaturgeschichtliche sowie kulturwissenschaftliche Aufarbeitungen der sozialistischen Diktaturen zu bieten.

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des DFG-Graduiertenkolleg 1681/2 "Privatheit und Digitalisierung"

Hier finden Sie einen Flyer mit dem Programm und weiteren Informationen.

Das Organisationsteam:
Tatiana Klepikova 
Tatiana.Klepikova@uni-passau.de
Lukas Edeler 
Lukas.Edeleratuni-passau.de