Privatheit und Selbstbestimmung

Privatheit und Selbstbestimmung

Interdisziplinäre Fachtagung (5.-6. Oktober 2015)

Die diesjährige Konferenz des Graduiertenkollegs „Privatheit“ befasste sich mit einem wichtigen Thema, das sich in der Forschungslandschaft der vergangenen Jahre herauskristallisiert hat: Dem Zusammenhang von Privatheit und Selbstbestimmung, vor allem im Kontext einer immer weiter um sich greifenden und immer alltäglicher werdenden Digitalisierung unserer Alltagswelt. Die Thematik wurde dabei sowohl von juristischer als auch von philosophischer Seite beleuchtet. Hierfür konnten wir erneut international anerkannte Expertinnen und Experten gewinnen. Darüber hinaus haben zwei Absolventinnen des Kollegs ihre Forschungsergebnisse präsentiert. Die beteiligten Disziplinen waren unter anderem: politische Philosophie, Ethik, Wissenschaftstheorie, Wirtschafts- und Verfassungsrecht, Life-Science-Recht. Das Themenspektrum erstreckte sichvon den Barrieren und Möglichkeiten der Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter über die damit zusammenhängenden Grundsatzfragen der personalen Autonomie bis zu Verhältnisbestimmungen von Öffentlichkeit, Privatheit und Bewusstsein. Am Abend des 5. Oktober fand zudem ein feierlicher Festabend mit Galadinner und Dinner-Speech in der Veste Oberhaus statt. 

Aufzeichnungen der Vorträge

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Dauer: 2:46 | Angelegt: 2014-12-08 09:52:12

Veranstaltungsort

ITZ 017, Innstraße 43, Passau

Programm

Das Programm und ausführliche Informationen zur Fachtagung finden Sie auch in unserem Flyer.

Montag, 5. Oktober 2015

UhrzeitVortrag
14:00 UhrEröffnung

14:30 Uhr

Keynote

Prof. Dr. Mary Anne Franks
(University of Miami, Law School)
»Privacy and Privilege«

Vor ihrer aktuellen Tätigkeit an der Miami Law School unterrichtete Mary Anne Franks Familien- und Kriminalrecht an der University of Chicago Law School. Sie hält den Titel Jurist Doctor der Harvard Law School sowie einen Doktortitel in Literature and Modern Languages der Oxford University.

15:30 Uhr Dr. Silke Jandt
(Universität Kassel, Verfassungs- und Wirtschaftsrecht)

»Selbstbestimmung im Internet: Eine verfassungsrechtliche und rechtsethische Analyse«

Seit 2011 Geschäftsführerin der »Projektgruppe verfassungs-verträgliche Technikgestaltung« (provet) am Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) an der Universität Kassel. Auszeichnung der Dissertation mit dem Wissenschaftspreis 2008 der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherung e.V.

16:30 UhrKaffeepause
17:00 Uhr

Prof. Dr. Klaus Mainzer
(TU München, Philosophie und Wissenschaftstheorie)
»Digitale Würde? Sensortechnologie zwischen Selbstorganisation und Selbstbestimmung«

Ordinarius des Lehrstuhls für Philosophie und Wissenschaftstheorie der TU München.

18:00 Uhr

Prof. Dr. iur. Dipl.-Biol. Herbert Zech
(Universität Basel, Life Sciences-Recht)
»Informationelle Selbstbestimmung zwischen Datenhandel und Datenschutz«

Professor für Life Sciences-Recht und Immaterialgüterrecht. Lehrt derzeit als Full Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Basel und leitet dort das Zentrum für Life Sciences-Recht. 

19:30 Uhr

Festabend: Galadinner mit Dinner-Speech in der Veste Oberhaus:
Annabelle Atchison
(Geschäftsführerin 42ponies* Consulting, ­Irland)

Gründerin und Geschäftsführerin von 42ponies*, der Agentur für digitale Kommunikation. Vormals Direktorin bei 33 Digital, der Digital-sparte von Hotwire PR sowie Social Media Managerin der Microsoft Deutschland GmbH.

Dienstag, 6. Oktober 2015

UhrzeitVortrag
08:45 UhrEröffnung

09:00 Uhr

Keynote

Dr. Tobias Matzner
(Universität Tübingen, Ethik und Philosophie)
»Menschen und Algorithmen. Eine Neuverhandlung von Abhängigkeit und Selbstbestimmung?«

Tobias Matzner hält einen Doktortitel in Philosophie sowie ein Diplom in Informatik; derzeit Lehrtätigkeit an der Universität Tübingen. Interdisziplinäre Forschungstätigkeit u.a. zum Thema Philosophie und Technologieethik. Zahlreiche Vorträge und Publikationen zum Thema. Mitarbeiter am Forum Privatheit.

10:00 Uhr

Julia Maria Mönig
(Passau, Graduiertenkolleg »Privatheit«)
»Verhaltensbeeinflussung und Autonomie«

Julia Maria Mönig studierte Philosophie, Französisch und Erziehungs-wissenschaften in Wuppertal und Paris und war Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg »Privatheit«. Abgeschlossenes Promotionsprojekt zu Hannah Arendts Privatheitsbegriff. Derzeit Arbeit an einem PostDoc-Forschungsprojekt unter der Fragestellung »Privatheitsschutz als Luxus der glücklichen Wenigen?«, gefördert durch eine DFG-Anschub-finanzierung.

11:00 Uhr

Networking Brunch

12:00 Uhr

Dr. Barbara Sandfuchs
(Passau, Graduiertenkolleg »Privatheit«)
»Privatheit wider Willen?«

Barbara Sandfuchs promovierte am DFG-Graduiertenkolleg »Privat-heit«. Im Rahmen von Gastaufenthalten forschte sie an der University of California in Berkeley, an der Stanford University und an der University of Pennsylvania. Sie ist Lehrbeauftragte an der Juristen-fakultät der Universität Leipzig.

13:00 Uhr

Abschluss­vortrag

Prof. Dr. Volker Gerhardt
(Humboldt-Universität Berlin, Philosophie)
»Öffentlichkeit und Bewusstsein«

Emeritus und Seniorprofessor der Humboldt Universität zu Berlin, politischer Philosoph mit dem Schwerpunkt Rechts- und Sozial-philosophie. Einer der einflussreichsten Denker im Bereich der politischen Theorie der Gegenwart. Verfasser zahlreicher Bücher über Selbstbestimmung, Individualität, Partizipation und Öffentlichkeit, zuletzt: Öffentlichkeit. Die politische Form des Bewusstseins, München 2012.

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