Hermann Jakobi

Hermann Jakobi

Hermann Jakobi
Kontakt:

Hermann Jakobi
Stipendiat, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Graduiertenkolleg Privatheit und Digitalisierung


Nikolastr. 12
94032 Passau

Raum:N12 020
Telefon:+49(0)851/509-3292
E-Mail:Hermann.Jakobi@uni-passau.de
Foto Hermann Jakobi
Lebenslauf
Berufliche Tätigkeiten
08.2017-heute - Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Graduiertenkolleg 1681/2 "Privatheit und Digitalisierung" an der Universität Passau
11.2016-07.2017 - Jurist bei der Counsulting Group „Mosaic“, Moskau
10.2015-01.2016 - Jurist bei der baltischen Anwaltskanzlei von A. Sobchak, Sankt-Petersburg
01.2015-03.2015 - Praktikant bei der Anwaltskanzlei „bnt attorneys-at-law“, Nürnberg
08.2014-08.2015 - Jurist bei der Anwaltskanzlei „Krylov und Partner“, Krasnojarsk
01.2014-03.2014 - Praktikant bei Rödl&Partner GmbH, Moskau

Studium
04.2018-heute - Studium an der Universität Passau (M.A. European Studies)
09.2014-06.2016 - Studium an der Universität Passau und an der Sibirischen Föderalen Universität (Doppelmasterprogramm „Deutsches und Russisches Recht“) Master of Laws (L L.M.), sowie Magister des russischen Rechts
09.2009-06.2014- Studium der Rechtswissenschaften an der Sibirischen Föderalen Universität Krasnojarsk (Bachelor)
09.2009-06.2014 - Studium der Übersetzung und Linguistik (Deutsch) an der Sibirischen Föderalen Universität Krasnojarsk
09.2009-07.2013 - Deutschsprachiger Studiengang „Deutsches Recht“ in Kooperation mit der Universität Passau mit Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Passau im Rahmen eines Austauschjahres
Arbeitstitel
Beschränkung der Privatautonomie und Datenschutzrechte im Internet aus Sicht des russischen und deutschen Gesetzgebers
Abstract
Seit 2012 sind in Russland mindestens 12 Gesetze in Kraft getreten, die unmittelbar die Rechtverhältnisse der Privatperson im Internet regeln. Diese Änderungen betreffen nicht nur russische Privatpersonen, sondern auch private und juristische Personen aus der ganzen Welt. Eine wichtige Änderung ist die Möglichkeit der russischen Staatsorgane die Internetseiten ohne Gesetzesentscheidung zu sperren (nach der Statistik wurden ca. 1 Mio Internetseiten seit 2012 schon gesperrt und gelöscht). Außerdem werden nach der Gesetzänderung seit August 2016 alle Telefongespräche, inklusive Inhalt des Gespräches, für ein halbes Jahr gespeichert. Aufgrund dieser Änderung sollen die Netzoperatoren bis zum 01.07.2018 alle technische Voraussetzungen für das Speichern der Daten erfüllen. Diese Daten sollen in Russland behalten werden, falls das „Herkunftsland“ der Daten Russland ist. Gleichzeitig verschärft der Staat die Folgen wegen Handlungen (z.B. Posten, Kommentieren auf Facebook u.s.w.) im Internet. Aufgrund dieser Maßnahmen wurden schon 43 Personen zur strafrechtlichen Verantwortung herangezogen und bestraft. Diese gesetzliche Lage ist nicht unproblematisch. Der Eingriff des russischen Staates in die Internetfreiheit ist nicht nur aggressiv, sondern hat keine klaren Grenzen. Außerdem widerspricht diese Position der aktuellen Rechtsprechung des EGMR. In diesem Zusammenhang ist das Ziel der geplanten Forschung die Bestimmung der eventuellen Möglichkeit für den Eingriff des Staates in die Privatautonomie der Personen im Internet. Nach der Forschung soll man zum Ergebnis kommen, unter welchen Umständen dieser Eingriff angemessen sein wird. Außerdem sollen das Recht auf Anonymität, sowie das Recht auf den Schutz der personenbezogenen Daten in Russland als Grundrechte gewährleistet werden.

Folgen Sie uns

Mailingliste des DFG-Graduiertenkollegs 1681 PrivatheitDFG-Graduiertenkolleg 1681 Privatheit auf FacebookDFG-Graduiertenkolleg 1681 Privatheit auf Twitter