Jakob Kelsch

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Kontakt:

Jakob Kelsch
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Graduiertenkolleg Privatheit und Digitalisierung


Nikolastr. 12
94032 Passau

Raum:N12 020
Telefon:+49(0)851/509-3292
E-Mail:Jakob.Kelsch@uni-passau.de
Foto Jakob Kelsch
Arbeitstitel der Dissertation
Familiäre Räume und Familienmodelle in der zeitgenössischen Online-Serie
Abstract
Sukzessive verdrängen Realfilm- und Zeichentrickserien das traditionelle "Filmschauen" und Fernsehen aus dem Bewusstsein der Rezipientinnen und Rezipienten. Streaming-Dienste wie "Netflix" oder "Amazon Video" erfreuen sich eines stetigen Zulaufs an Kunden, der es ihnen ermöglicht, aus eigenen Mitteln Serien zu produzieren, die ausschließlich zur Rezeption auf den eigenen Online-Plattformen vorgesehen sind. Diese Entwicklung trägt zu einem rasant wachsenden Angebot und demzufolge zu einer beständigen Steigerung der Relevanz dieser Formate bei. Besonders ein zentraler gesellschaftlicher und kultureller Aspekt wird von vielen Serien stets aufs Neue verarbeitet: das Zusammenleben in der Familie oder in familienähnlichen Strukturen.

Die Familie ist nicht nur ein gesellschaftlicher und politischer Wert von großer Relevanz, sie ist auch eine Keimzelle, an der komplexe gesellschaftliche Organisationsformen (wie Stadt und Staat) ansetzen, ein Brennpunkt, an dem geltende Normen und Werte in besonders konzentrierter Form verhandelt werden. Hinsichtlich der Familienmodelle, die Online-Serien entwerfen, ergeben sich Fragen wie: Inwieweit reflektiert der massenmediale Umgang mit einer - gesellschaftlich so essenziellen - Thematik wie Familie den tatsächlichen Umgang der modernen Gesellschaft mit der Familie? Wird Familie als einengendes Gefängnis wahrgenommen oder eher als Schutzraum vor äußeren Bedrohungen? Bilden Online-Serien tatsächlich den von Richard Sennett in "Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität" negativ bewerteten totalen Rückzug ins Private ab?

Zielsetzung meines Dissertationsprojekts ist es, aus einem mediensemiotischen und kultursoziologischen Blickwinkel heraus zu beleuchten, welche gesellschaftlichen Paradigmen Online-Serien in ihrem Umgang mit Familie und familiären Räumen als zentral setzen und welche möglichen Annahmen über aktuelle soziale Gegebenheiten sowie potenzielle gesellschaftliche Entwicklungen sich aus diesen Weltentwürfen ableiten lassen.

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